Daniel Steinsiek


aus Hamm
Gibt es hier einen Chat? 06.09.2010 20:41:10

Julian


aus Iserlohn
So, Monitore aus und ab nach Hause am Montag Abend! Morgen gehts bei yourzz.fm mit Kathrin & Julian um Kultfilme...was macht aus einem Film einen Kultfilm? Welcher ist euer absoluter Lieblingsfilm? 06.09.2010 19:57:00

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Werne:

Mit einer Stimme

Von yourzz.fm-Reporterin Sophie Peschke

WERNE · "Die Resolution ist einstimmig angenommen" verkündete Jan Mallé aus Wernes Partnerstadt Kyritz bei der ersten Sitzung des Europäischen Jugendparlaments im Rahmen der Ruhr.2010 und unter dem Motto "Mitten im Ruhrgebiet" (MIR) am Donnerstag im Alten Rathaus gleich zwei mal. Die Jugendlichen aus Werne und ihren Partnerstädten sprachen sich geschlossen für die Erleichterung der Integration von Migranten aus. Außerdem sollen die Rahmenbedingungen für Städtepartnerschaften und die damit verbundenen gegenseitigen Besuche verbessert werden.

Die Sitzung am Donnerstag war durch die rund 30 Teilnehmer an den Vortagen intensiv vorbereitet worden - und das hatte einen einfachen Grund: die Sprachbarrieren. Und so mussten zunächst die Diskussionsbeiträge der Jugendlichen aus Bailleul in Frankreich, Walcz in Polen, Poggibonsi in Italien, Kyritz in Deutschland und aus Sisli, einem Stadtteil von Istanbul, in die jeweiligen Sprachen übersetzt werden - zum Beispiel von Französisch über Englisch ins Deutsche. "Ich habe durch den Besuch der Arbeitsgruppen hautnah mitbekommen mit welchem Engagement und Fleiß die Jugendlichen sich mit den Thematiken beschäftigt haben", so Bürgermeister Lothar Christ bei der Eröffnung der ersten Sitzung des europäischen Jugendparlaments.

Bevor die Resolution zum Thema Migration und Integration verabschiedet wurde, erläuterte Sinan Can Kaymak aus Sisli in Landessprache zunächst den Sachverhalt. Migration existiere in allen europäischen Ländern und führe zu Problemen. "Menschen mit Migrationshintergrund sind bei den Arbeitslosenzahlen überproportional vertreten", erklärte Sinan. Einhergehend mit den Problematiken seien Perspektivlosigkeit und Zukunftsängste. Die Zuhörer hatten eine Übersetzung dessen vorliegen, was jeweils gesagt wurde. Anschließend wurde die Resolution in Italienisch vorgetragen. "Wir fordern die staatlichen Ebenen auf, gegen Schwierigkeiten bei der Integration vorzugehen", sagte Elena Cappelli aus Italien. Migranten würden eine bessere Betreuung brauchen. "Wir fordern die staatlichen Ebenen auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine Integration erleichtern", beendete Elena Cappelli ihren Vortrag. Die Resolution wurde durch eine Abstimmung angenommen.

Daraufhin beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema Städtepartnerschaften. Auch hier wurde zunächst der Sachverhalt erklärt. Alicja Leszcynska aus Walcz in Polen erläuterte, dass Partnerschaften Menschen einander näher bringen und Brücken schlagen können. "Die Gewinnung von freiwilligen Interessierten und finanziellen Rahmenbedingungen wird zunehmend schwieriger", sagte sie und forderte ein klares Bekenntnis für oder gegen partnerschaftliche Aktivitäten. "Wir lernen voneinander, sammeln und tauschen Erfahrungen", sagte Coralie Deffontaile aus Bailleul, als sie die Resolution vorlas. Sie forderte eine intensivere Werbung vor allem im Schulbereich zur Gewinnung von Freiwilligen. Außerdem sei eine Sachleistung oder das Bereitstellen einer guten Infrastruktur eine Möglichkeit zur Unterstützung. Auch diese Resolution wurde einstimmig angenommen.

"Diese Jugendlichen sind ein Baustein einer zukünftigen engeren Mitwirkung der Bevölkerung an politischen Entscheidungsprozessen", sagte Bürgermeister Lothar Christ am Ende der Sitzung.

Sophie Peschke ist Teilnehmerin der Internationalen Jugendbegegnung in Werne.

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