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Soest:
Das Beste aus dem Blätterwald
Von Stefanie Helmers SOEST Provokante Themen, Aufklärungstexte über Sucht und HIV, daneben lustigen Geschichten aus dem Unterricht: Im Landesinstitut für Schule und Weiterbildung stapeln sich gerade die besten Schülerzeitungen aus ganz Deutschland - oder vielmehr die besten unter den Einsendungen für den Schülerzeitungswettbewerb der Länder.
Blättern, lesen und Kreuze machen heißt es hier für Juroren, die ebenfalls aus ganz Deutschland kommen. Ihre Aufgaben: aus den rund 250 Heften die vielversprechendsten Exemplare herauszusuchen. In der Jury sitzen Vertreter aus den Kultusministerien der Bundesländer, ein Journalist als fachlicher Berater - und drei Redakteure von Schülerzeitungen. Eine von ihnen ist Julia Biermeier aus Bayern. "Ich achte vor allem darauf, dass die Themen schulbezogen sind und dass die Texte für Schüler interessant geschrieben sind - nicht zu hochgestochen, aber auch nicht in einem schlechten Deutsch", sagt sie. Aus ihrer eigenen Erfahrung weiß sie: "Man glaubt gar nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt." Deshalb hängt ihre Latte hoch: "Ich habe mich erschrocken, als ich Schülerzeitungen sah, die nur aus vier Seiten zusammengeheftet waren. Das ist man heute eigentlich nicht mehr gewohnt. Es gibt da andere, ganz tolle Beispiele, die Hochglanzpapier haben, mit tollen Bildern und einem tollen Layout." Aus dem Kreis Soest ist keine Schule dabei, sagt Projektkoordinatorin Luitgard Roß von der Jugendpresse Deutschland: "Hier scheint es nicht so viele zu geben", meint sie. Der Schülerzeitungswettbewerb der Länder wird seit 2004 ausgeschrieben, von der Jugendpresse Deutschland und der Kultusministerkonferenz. Das Ziel: eine Demokratiekultur an Schulen zu fördern. "Schülerzeitungen entstehen ja in einem demokratischen Prozess", erklärt Luitgard Roß, "und außerdem ist es auch wichtig, dass junge Leute sich mit Medien auskennen." Die Gewinner sollen Mitte März bekannt gegeben werden. Infos gibt's im Internet unter http://www.jugendpresse.de.
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